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Landesimpresario

Politik als große Inszenierung

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Kai Wegner: Live aus dem Homeoffice der Macht!

Posted on January 7, 2026 by Impresario

Gestatten,

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Kai_Wegner

Skandale und Affären?

Fiktives Interview mit Kai Wegner

„Guten Abend aus dem Homeoffice der Macht“

Interviewer: Herr Wegner, schön, dass Sie es eingerichtet haben, heute persönlich zu erscheinen. Mussten wir dafür das Licht ausmachen, damit Sie kommen?

Kai Wegner: Ich freue mich, hier zu sein. Und nein, ich komme auch, wenn der Strom noch an ist.

Interviewer: Beim großen Stromausfall haben Sie das aber eher theoretisch gesehen, oder? Viele Berliner hatten das Gefühl: Alle sind im Dunkeln, nur der Regierende sitzt im Warmen und ruft mal durch.

Kai Wegner: Krisenmanagement bedeutet, den Überblick zu behalten. Manchmal geht das besser aus der Leitstelle, manchmal von zu Hause.

Interviewer: „Leitstelle Wohnzimmer“ ist ein interessantes Konzept. Haben Sie auch eine Krisen-Couch und ein Lagezentrum auf dem Couchtisch?

Kai Wegner: Ich kann sehr gut von überall arbeiten. Entscheidend ist, dass Entscheidungen getroffen werden.

Interviewer: Viele hätten sich gewünscht, dass eine dieser Entscheidungen lautet: „Ich fahre hin.“ Stattdessen waren Sie zugeschaltet. War das WLAN stabiler als die Stromversorgung?

Kai Wegner: Wir hatten ständig Kontakt zu allen relevanten Stellen. Vor Ort zu sein ist wichtig, aber nicht der einzige Faktor.

Interviewer: Berlinerinnen und Berliner sagen: „Wir hatten keinen Strom, aber wenigstens war der Regierende Bürgermeister per Videokonferenz zugeschaltet.“ Klingt nicht sehr tröstlich.

Kai Wegner: Wir haben uns um Lösungen gekümmert: Notunterkünfte, Unterstützung, Kommunikation mit den Behörden.

Übernachtungen im Ausnahmezustand

Interviewer: Apropos Unterkünfte: Erst gab es nur Rabatte im Hotel, dann nach Kritik volle Kostenübernahme. Hat die Regierung da auch erst mal im Sparmodus gearbeitet?

Kai Wegner: Wir haben sehr schnell reagiert. In solchen Situationen muss man oft nachsteuern, wenn das Ausmaß sichtbar wird.

Interviewer: „Nachsteuern“ ist ein schönes Wort für: „Die Leute waren sauer, dann haben wir es geändert.“ Geben Sie zu, dass der Druck von außen da eine größere Rolle gespielt hat als Ihre innere Erleuchtung?

Kai Wegner: In einer Demokratie ist es normal, dass man Kritik hört und Entscheidungen anpasst. Das ist kein Makel, sondern ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein.

Interviewer: Oder von schlechtem Kriseninstinkt. Finden Sie im Rückblick: „Ja, da hätte ich früher, deutlicher, sichtbarer reagieren müssen“?

Kai Wegner: Im Rückblick kann man immer Dinge finden, die man anders machen würde. Wichtig ist, dass wir aus jeder Krise lernen.

Interviewer: Wenn die Leute sagen: „Wir haben gelernt, dass unser Bürgermeister im Ernstfall per Call-In zugeschaltet wird“, ist das eher eine Lektion oder eine Warnung?

Kai Wegner: Ich weiß, dass dieses Bild entstanden ist. Aber es entspricht nicht dem vollen Einsatz, den wir gezeigt haben.

Führung, Erwartung und Reality-Check

Interviewer: Viele sprechen von „Führungsschwäche“. Sie von „Führung“. Die Menschen im Dunkeln hatten eher das Gefühl: „Führen ja, aber bitte nicht nur aus dem Wohnzimmer.“ Trifft Sie dieser Vorwurf persönlich?

Kai Wegner: Natürlich beschäftigt mich das. Man geht nicht unberührt an Kritik vorbei. Aber ich kenne meinen Einsatz und meine Verantwortung.

Interviewer: Wenn Sie jetzt noch einmal denselben Stromausfall hätten – was wäre anders? Würden Sie diesmal direkt losfahren oder warten, bis Zoom aufgebaut ist?

Kai Wegner: Man würde einige Abläufe anpassen, auch was Sichtbarkeit vor Ort betrifft. Ich nehme diese Erwartung sehr ernst.

Interviewer: Also doch: weniger „Regierender Bürgermeister im Off“, mehr „Regierender Bürgermeister mit Taschenlampe vor Ort“?

Kai Wegner: Ich glaube, die Menschen wollen beides: handlungsfähige Strukturen im Hintergrund und sichtbare Präsenz. Daran arbeiten wir.

Interviewer: Letzte Frage: Wenn das nächste Mal irgendwo in Berlin das Licht ausgeht – was sollen die Leute dann denken, wenn sie Ihren Namen hören?

Kai Wegner: Dass jemand Verantwortung übernimmt, Lösungen organisiert und nicht wegschaut.

Interviewer: Und hoffentlich nicht wegbleibt. Vielen Dank für das Gespräch.

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